​selbstgemachte Glückwunschkarten mit Faux Embossing

Hallo - mein Name ist Anne Schwarz, ich blogge auf vom Landleben und ich freue mich, heute mit einem Gastartikel hier bei Sara vertreten sein zu dürfen!

Ich möchte dir eine Technik namens „Faux Embossing“ vorstellen. Ganz unkompliziert lassen sich damit beeindruckende Effekte erstellen, beispielsweise für selbstgebastelte Karten oder für Bilder, die du dir als Wanddeko aufhängen kannst.

🎨 Material

  • ​Tonkarton

🔨 Werkzeug

  • ​Handstanzen oder Stanzmaschine (Big Shot / Cuttlebug) und entsprechende Thinlits (Stanzen)
  • ​Kleber

🕔 Zeitaufwand

  • ​10-30 Minuten

​📈 Schwierigkeit

  • ​​leicht ​✁✁

Was ist Faux Embossing?

Beim eigentlichen Embossen - zu deutsch: Prägen - wird ein Motiv in den Karton geprägt, sodass ein Relief entsteht. Dazu werden spezielle Prägefolder verwendet.

Wir mogeln jetzt ein bisschen, indem wir ein Relief ganz ohne Prägen erstellen! 

Der Trick beim Faux Embossing ist es nämlich, eine Form auszustanzen und anschließend auf einen Hintergrund in der selben Farbe zu kleben. Dadurch entsteht ein plastischer Effekt. Betörend simpel, oder?

1) Stanzen & Schneiden 

​Als erstes stanzt du deine Motive aus. Dabei kannst du entweder Handstanzen verwenden oder Thinlits, also Stanzschablonen, mit einer Stanzmaschine wie der Big Shot oder Cuttlebug. Der Vorteil von Thinlits ist, dass du deutlich mehr Auswahl an Motiven hast und auch filigrane Formen ausstanzen kannst.

Anschließend schneidest du dir deinen Hintergrund in der gewünschten Größe zu, beispielsweise 9 x 13cm. Wenn du eine Klappkarte erstellen möchtest, brauchst du entsprechend doppelt soviel Papier (also zum Beispiel 18 x 13cm für eine Karte im Hochformat, die du dann entsprechend falzt).

​2) ​Arrangieren & Kleben

Schieb deine Stanzteile auf dem Hintergrund herum, bis dir die Anordnung gefällt - dann kleb sie fest.
Besonders für filigrane Stanzteile verwende ich übrigens gerne den Tombow Multi Talent, einen Flüssigkleber mit einer sehr feinen Spitze. 


​Du kannst auch ein Negativrelief erstellen, indem du nicht das Stanzteil selber aufklebst, sondern den Karton, aus dem du es ausgestanzt hast. Hier habe ich das bei dem Schriftzug so gemacht:

​4) ​Aufpeppen

Jetzt bist du eigentlich schon fertig mit dem Faux Embossing!

Dadurch, dass alles Ton in Ton ist, sieht deine Karte jetzt aber noch ein bisschen langweilig aus.
Was du tun kannst: Akzente setzen oder auch die ganze Karte bunt einfärben!

Mit Masking Tape kannst du easy-peasy mehr Farbe ins Spiel bringen. Auch bunte Stanzteile eignen sich dafür hervorragend.

​Alternativ dazu kannst du auch zu Pinsel oder Schwämmchen greifen und deine Karte colorieren. Dadurch, dass der Hintergrund und die Stanzteile gemeinsam eingefärbt werden, ergeben sich interessante Effekte.

Für die obige Karte habe ich zuerst die Blüten in weiß ausgestanzt und aufgeklebt. Dann habe ich Stempelfarbe in Gelb, Orange und Rosa vorsichtig mit kreisenden Bewegungen mit einem Schwämmchen aufgetragen und die einzelnen Farben dabei miteinander verblendet

Das Etikett und der Schriftzug sind beide aus Kraftpapier ausgestanzt. Den Schriftzug habe ich mit weißem Marker leicht schattiert.

Du kannst auch zwei Stanzteile übereinander platzieren, das obere dabei nur punktuell ankleben und vorsichtig biegen - das bietet sich etwa bei Blüten oder Schmetterlingen an, um einen interessanten „Schattenwurf“ anzudeuten:

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